Aufgrund des europäischen Binnenmarktes und der länderübergreifenden Warenlieferungen, ist der spanische Logistikmarkt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der allerdings auch von der Krise in Spanien überschattet ist. Rezession und mangelndes Wirtschaftswachstum hinterlässt auch hier seine Spuren. Die geringe Exportquote in den europäischen Raum sorgt dafür, dass man die Chancen der Exportankurbelung, in die dynamischen Wirtschaftsstrukturen Lateinamerikas sieht. Somit ändern sich hier die Vorrausetzungen und Gegebenheiten im Logistikverkehr. Und hierin liegen auch die Möglichkeiten der Logistikunternehmen. Der Logistikstandort Madrid ist, neben Valencia, Barcelona und Bilbao, einer der wichtigsten Standorte für Logistikunternehmen. Über 60 % des internationalen, sowie ca. 30 % des nationalen Güterverkehrs werden über die radiale Verkehrs-Infrastruktur Madrids getätigt.

Spanien hat mit runden 165.000 km (13.500 km Autobahn) das längste zusammenhängende Autobahnnetz innerhalb Europas. Spaniens Bestrebungen sind dahingehend, den Ausbau des Gütertransportes voranzutreiben. Zum Anschluss des Schienenverkehrs zwischen Frankreich und Spanien soll bis 2020 eine neue Hochleistungsstrecke gebaut werden. Der Flughafen von Madrid ist an 11. Stelle der europäischen Frachtflughäfen. Gefolgt wird die Region Madrid von Barcelona. Infrastrukturmäßig ist jedoch hier schlechter bestellt. Berge und Meer stellen ein Hindernis dar, Logistikimmobilien zu erwerben. Die Preise für Immobilien und Mieten sind hoch und erschweren die die Standortauswahl für Logistikunternehmen kaum geeignet. Valencia hat durch die Nähe zu einem Hafen und Flughafen gute Standorteigenschaften. Daher bietet sich gerade Valencia als Standort an, um Logistikfirmen, die sich auf See-Fracht spezialisiert haben, anzusiedeln. Aufgrund der hervorragenden Infrastruktur ist Spanien gut als Transitland für den Güterverkehr geeignet. Jedoch hemmen die schlechten wirtschaftlichen Aussichten und die hohen Immobilienpreise den Ausbau von standortgebundene Logistikunternehmen. Der Logistikmarkt wird aus diesem Grund, oftmals mit einheimischen Subunternehmen und Vertragsfirmen abgewickelt, um eine entsprechende Risikominimierung und Kostenoptimierung zu erreichen.