Die spanische Werbebranche

Lange Zeit kämpfte die Werbebranche in Spanien darum, dass die Werbung im Fernsehen reduziert wird. WAs auf den ersten Blick seltsam erscheint - ausgerechnet diejenigen, die werben wollen und von den Spots leben, möchten die Menge der Werbung reduzieren - hat einen ganz logischen Hintergrund. Die Aufmerksamkeit der Menschen ließ immer mehr nach, die Spots fanden kaum noch Beachtung. Kein Wunder, bei durchschnittlich 17 Minuten Werbung pro Stunde. Ab 2010 nun wurde ein neues Gesetz angewendet und das besagt, dass im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gar keine Werbung mehr zu sehen sein darf. Die Werbebranche setzt nun auf andere Möglichkeiten. Schließlich gibt es weitaus mehr Werbemittel, wie Internet und Hörfunk, Plakat- und Kinowerbung. Auch die Werbung im Fernsehen ist nicht gänzlich verbannt, sind da doch die Privatsender, die weiterhin die Reklame ausstrahlen dürfen.

In Spanien ist es gerade der Online-Werbemarkt, der so erfolgreich ist, wie kaum ein anderer Bereich aus Werbung und Marketing. Das Internet wächst und mit ihm auch die Zahl der werbenden Unternehmen. Agenturen setzen auf das World Wide Web und möchten hiermit erreichen, dass so viele Menschen wie möglich, die Werbung mitbekommen. Und tatsächlich hat sich erwiesen, dass Online Werbung oftmals mehr beachtet wird. So kam es denn auch, dass jüngst ein Zuwachs von 20 Prozent beim Online-Werbemarkt verzeichnet werden konnte. Neue Konzepte und Innovationen werden hier zuerst umgesetzt und sind zumeist auch erfolgreich. Spanien reiht sich in die Liste der Länder, die im Bereich der Werbung auf Wachstumskurs sind, mit ein, auch wenn das Wachstum hier sicherlich nicht so schnell zu verzeichnen ist. Einige Spots erscheinen international, dafür ist der Werbebranche die Möglichkeit der Reklamevorführung im staatlichen Fernsehen versagt. Vor einigen Jahren musste die Werbebranche daher Federn lassen und rappelt sich nun wieder auf. Gerade die letzten zwei Jahre waren erfolgreicher und können in dem Sinne unter Wachstum verbucht werden.